Stellwerke in und um Schwerte

Liebe Eisenbahnfreunde,

beim Anklicken des Signals "Bilder" öffnet sich eine kleine Fotoserie zum Thema: "Stellwerke". Wenn Sie zu diesem Thema Unterlagen (Fotos, Skizzen, Pläne) besitzen, können Sie sich bei uns unter "Kontakt" melden. Auch Anregungen zu weiteren Fotoserien nehmen wir gern entgegen.

Stellwerke in und um Schwerte

Im September 2007 ging die Ära der alten Signaltechnik im Bahnhof Schwerte zu Ende. In der Nacht vom 15. auf den 16. September ersetzte die Deutsche Bahn die alten Signalanlagen durch ein elektronisches Stellwerk, das von Hagen aus den Zugverkehr über die Schwerter Gleise regelt. Die nostalgischen Formsignale, die bis dahin dem pfeilschnellen ICE freie Fahrt anzeigten, hatten endgültig ausgedient.

Seit dieser Umstellung befindet sich die neue Technik in einem Betonbau an der Ladestraße, der einer schlichten Reihengarage ähnelt. Die in Schaltschränken, Rechnern und Trafostationen untergebrachte neue Technik wird aus der Nachbarstadt Hagen ferngesteuert. Einen Bedienplatz sucht man hier vergebens. Die Züge werden automatisch durch die Gleisanlagen des Schwerter Bahnhofs gelotst. Die Eisenbahner im Hagener Stellwerk überwachen den Zugverkehr von Schwelm bis Holzwickede.

Grund für die Einführung der Elektronik war der hohe Personalaufwand. Die neue Technik erlaubt, bei Engpässen auf den Gleisen, diese auch in beide Richtungen zu benutzen. Bis zur Umstellung befanden sich auf dem durchgeführten Rechtsverkehr nur auf dieser Seite Signale. Zusätzliche Signale erlauben jetzt auch sogenannte "Falschfahrten".

Nach Inbetriebnahme der neuen Signale verschwanden die alten, bei Eisenbahnfreunden beliebten "Flügelsignale" bereits am Umstellungstag bzw. wenige Tage später. Vier Schwerter Stellwerke stellten ihren Betrieb ein. Darunter auch das Reiterstellwerk "Sof", das mehrere Gütergleise überspannt und den Dienst versehenden Eisenbahnern einen fantastischen Blick auf das Gleisgewirr zu ihren Füßen bot.

Das Stellwerk am Abzweig "Heide" ging ebenfalls "in Rente". Bis zum letzten Betriebstag gab es hier während der Dienstschicht ein kostenloses Fitnesstraining, denn mit reiner Mechanik wurden durch Umlegen von Hebeln, lange Stahlseile für Signale und Weichen bewegt, was die Sicherheit des Zugbetriebs seit vielen Jahrzehnten garantierte. Die alte Technik stammte noch aus dem Jahr 1917, als die Firma Scheidt & Bachmann das Hebelwerk einbaute. Seit dem 16.09.2007 ist diese "Muckibude" nicht mehr in Betrieb.

Weitere Arbeitsplätze auf den Stellwerken "Swf" (Schwerte West) und "Sg" (Schwerte Güterbahnhof) fielen der Modernisierung zum Opfer. Das Gebäude "Swf" an der westlichen Bahnhofsausfahrt wurde 1964 errichtet  und in Betrieb genommen.

Auch das älteste Schwerter Stellwerk "Sg" an der Ladestraße überlebte die Umstellung auf elektronische Signal- und Weichenstellung nicht. Errichtet wurde es mit der Inbetriebnahme des neuen Schwerter Stationsgebäudes um 1905. Es gilt als Methusalem der Schwerter Stellwerke. Eine Erneuerung wurde im Jahre 1952 durchgeführt.

In Arbeit ist eine weitere Fotoserie über den Abbau der alten Formsignale und die Errichtung der neuen Signaltechnik.

 

Eisenbahnvortrag wurde wiederholt!

Am 18. Januar 2012 wurde im Ruhrtalmuseum der Vortrag "Die Eisenbahngeschichte von Schwerte" wiederholt. Der erste Vortrag wurde am 5. September im Ruhrtalmuseum von Wolfgang Güttler und Herbert Kluge gehalten. Wegen Überfüllung konnten dem ersten Vortrag nicht alle Eisenbahnfreunde folgen. Der Vortrag war der Auftakt zur großen und viel beachteten Eisenbahnausstellung.

In einer PowerPointPräsentation zeigte Herbert Kluge Gleis für Gleis die Entwicklung der Bahn in Schwerte. Angereichert wurde die Präsentation mit vielen Fotos durch Wolfgang Güttler.

Die PowerPointPräsentation kann in gedruckter Form noch im Museum erworben werden. Außerdem sind noch Broschüren der Ausstellung und Nassschiebebilder des ICE "Schwerte( Ruhr)" erhältlich.

 

 

Pressemitteilung des Arbeitskreises vom 28.11.2011

Schaffen Sie sich Ihren eigenen ICE „Schwerte (Ruhr)“

Der Arbeitskreis, der vor wenigen Wochen eine große Eisenbahnausstellung im  Museum durchführte, verkauft  im Museum Decals (Nassschiebebilder) mit dem Schwerter Wappen und dem Aufdruck „Schwerte (Ruhr)“. Mit einer solchen Beschriftung fährt seit dem 17. September ein ICE durch die Republik. Die in Pixeltechnik hergestellten Nassschiebebilder sind in Baugröße HO und N erhältlich und werden für 4 € abgegeben. Ein Kurzanleitung für das Aufbringen der Decals liegt bei.

Der Erlös kommt dem Förderverein Ruhrtalmuseum zugute.

Ein Foto der Decals kann unter "Bilder" auf dieser Internetseite angesehen werden.

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